Krankenkasse

Gesundheit tanken in Ungarn - Der Weg zur Kur


Vitalität und Wohlbefinden stehen bei einer Kur im Mittelpunkt: Sie bringt den Körper wieder ins Gleichgewicht. Ob chronische Erkrankung, Herz-Kreislaufprobleme, Rückenschmerzen, Erschöpfung oder Stress - der Erfolg von Kuren ist medizinisch und sozialwissenschaftlich belegt: Sie helfen gesund zu werden und gesund zu bleiben. Die meisten Krankenkassen zahlen den Versicherten einen Zuschuss, wenn sie im Urlaub an qualitätsgeprüften und von den Krankenkassen zertifizierten Gesundheitskursen teilnehmen. Der Zuschuss beträgt ca. 100-150,- Euro pro Person und Woche. (Grundlage: § 20 SGB V) Die Krankenkassen können für viele in Kur- und Wellnesshotels angebotenen Gesundheitskurse einen Zuschuss gewähren. Dessen Voraussetzung ist, dass der Versicherte an mind. 80% des Kurprogramms teilnimmt. Mit einem Grundsatzurteil hat der Europäische Gerichtshof dem Gesundheitstourismus innerhalb Europas den Weg geebnet. Jeder Versicherte kann sich in allen Mitgliedstaaten der EU behandeln lassen. Patienten, die in einem anderen EU-Land als ihrem eigenen kuren, bekommen einen Teil der Kosten von ihrer Krankenkasse erstattet. Darüber hinaus profitieren Gäste von den niedrigeren Kosten der örtlichen Gastronomie sowie in Sport- und Freizeiteinrichtungen.

Seit dem EU-Beitritt Ungarns am 1.Mai 2004 ist damit auch die Mitfinanzierung der Kuren im Land der Magyaren durch deutsche Krankenkassen möglich. Mit besonderen Heilwirkungen, günstigen Preisen, guter Qualität, Tradition und deutschen Sprachkenntnissen überzeugen ungarische Anbieter sowohl Patienten als auch Krankenkassen.


Wohin wende ich mich, um eine Kur in Ungarn genehmigt zu bekommen?


Informationen sammeln


Schon vor dem Arztbesuch sollten Informationen über mögliche Kurorte, deren Indikationen und Kontraindikationen gesammelt werden. Fragen Sie außerdem vorher Ihre Krankenkasse, welche Versorgeleistungen (ärztliche Behandlungen, Kurmittel) und Kosten bei einer Auslandsbehandlung übernommen werden.


Zum Arzt gehen


Ihr Arzt prüft, ob Sie die medizinischen Voraussetzungen für eine Kur erfüllen. Bei medizinischer Notwendigkeit verordnet er Ihnen eine Versorgekur. Nacher sollen Sie gemeinsam mit dem Arzt einen Kurantrag an Ihre Krankenkasse stellen. Sie können bereits im Antrag einen Wunschort wie z.B. einen ungarischen Kurort angeben. Die Qualität und Leistungen müssen den Standards in deutschen Kurkliniken entsprechen. Der Kurort muss die medizinisch notwendigen Therapie-Möglichkeiten bieten, das medizinische Personal am Kurort sollte Deutsch sprechen. Ihr Arzt kann bei der Auswahl helfen.


Genehmigung bekommen


Erfüllen Sie die gesetzlichen Voraussetzungen, wird die Kur genehmigt. Wenn Sie sich für eine Kurort entschieden haben und die Genehmigung erhalten haben, sollen Sie die gebuchte Kurreise antreten und sich im Gesundheitszentrum des Hotels die erhaltenen Leistungen detailliert bestätigen lassen. Die Krankenkasse übernimmt nun die Kosten für das medizinische und therapeutische Programm. Sie tragen lediglich den gesetzlich geregelten Eigenanteil. Zusätzlich kann Ihnen ein Zuschuss zu den übrigen Kosten wie Unterkunft, Kurtaxe oder Verpflegung, Fahrt gewährt werden. Je nach Versicherer werden diese bis zu 13,- Euro pro Tag bezuschusst. Die ambulante Versorgeleistungen können alle drei Jahre bei medizinischer Notwendigkeit beansprucht werden. Lehnt Ihre Krankenkasse einen Antrag auf eine Auslandskur ab, ist Widerspruch möglich. Die Aufwendungen für die Kur zahlen Sie zunächst aus eigener Tasche. Nach Abschluss der Behandlungen müssen Sie sich die Kosten von der Krankenkasse erstatten lassen. Sie sollen nach der Kurreise die Belege bei Ihrer Krankenkasse erinreichen. Wichtig ist, dass der Anteil für das Kurbehandlungspaket in der Rechnung extra aufgeführt wird. Zusätzlich benötigt die Krankenkasse einen Nachweis der einzelnen Anwendungen samt Diagnose und Abschlussbericht. Diesen erhalten Gäste vom leitenden Arzt der jeweiligen Kurabteilung des Hotels beziehungsweise Thermalbades. Hat die Kureinrichtung bereits einen Vertrag mit Ihrer Krankenkasse, rechnet sie direkt mit dieser ab - wie bei Kurkliniken in Deutschland auch. Sie bezahlen dann vor Ort nur den Hotel- und Eigenanteil an Verpflegungskosten. Sofern die Versicherung sich auf die Reisekosten beteiligt, könne Sie auch die Reiserechnung mit einreichen. Voraussetzung dafür ist die Notwendigkeit der Versorgekur aus ärztlichen Sicht und das Einverständnis der Krankenkasse.

Zusammengefasst:


Informationen sammeln
Zum Arzt gehen
Kurantrag stellen
Kur genehmigt bekommen
Kurreise antreten, die Kosten selbst bezahlen
Rechnungen und Nachweis über die Anwendungen bei der Kasse einreichen
Die Kurkosten werden erstattet


Übrigens: Jeder EU-Bürger darf sich in den übrigen EU-Mitgliedstaaten auch zahnärztlich behandeln lassen. In Ungarn ist der Zahnersatz wesentlich günstiger. Seit der EU-Osterweiterung ist es nun auch möglich, Teile der Kosten von der eigenen Krankenkasse zurückzuerhalten. Der Heil- und Kostenplan muss vor der Behandlung bei Ihrer Krankenkasse eingereicht und genehmigt werden.


UNGARN - QUELLE DER GESUNDHEIT


In keinem anderen Land der Welt gibt es so viele Thermal- und Heilquellen konzentriert auf solch kleinem Raum wie in Ungarn: Unter nahezu 80 Prozent der Landesoberfläche ist Thermalwasser zu finden. Derzeit sind in Ungarn über 1.000 heiße Quellen bekannt. Das Land der Magyaren hat darüber hinaus 190 anerkannte Mineralwässer zu bieten, 180 Quellen beziehungsweise gebohrte Brunnen, die Heilwasser liefern, sowie fünf anerkannte Heilschlämme. Gäste erholen sich in 13 staatlich anerkannten Kurorten und 45 Kurhotels. In Ungarns Kurorten werden alle physiotherapeutischen Möglichkeiten genutzt: von Bädern und Massagen über Elektrotherapie und Heilgymnastik bis hin zu Schlammbehandlungen und vielem mehr. Die wohltuende Wirkung von Heilbädern ist bereits seit Jahrtausenden bekannt. In der heutigen Zeit sind natürliche Heilmethoden - darunter auch die Bäderbehandlungen - wieder in den Vordergrund getreten, da sie bei richtig gewählter Indikation keine Nebenwirkungen aufweisen. Eine Badekur zu Heilzwecken sollte 14 bis 21 Tage dauern. Täglich sollte man 20 bis 40 Minuten im Heilwasser verbringen.

Indikationen der ungarischen Heilbäder Die ungarischen Heilbäder haben sich in erster Linie auf die Behandlung von chronischen Erkrankungen der Bewegungsorgane spezialisiert:
Chronische degenerative Veränderungen der Wirbelsäule (Spondylose)
Chronische degenerative Veränderungen der Gelenke (Arthrose)
Inaktive Stadien von chronischen entzündlichen Erkrankungen der Wirbelsäule
Inaktive Stadien von chronischen entzündlichen Erkrankungen der Gelenke
Nachbehandlung nach Operationen an Knochen und Gelenken
Nachbehandlung nach Unfällen


(Ungarisches Tourismus Amt)

 

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